Veröffentlichungen zum Leben und Werk
In diesem Bereich wird auf Veröffentlichungen hingewiesen, mit denen auf die Bedeutung von Eduard Wilsing aufmerksam gemacht wurde. Diese und auch weitere Beiträge wurden bei der Erarbeitung der Veröffentlichung des Verfassers berücksichtigt.
Berücksichtigt sollte bei einzelnen Beiträgen werden, dass die darin enthaltenen Aussagen nach dem heute bekannten Stand nicht immer den Tatsachen entsprechen.
Beiträge im Zeitraum 1800 - 1899
13.6.1834
Von Ludwig Rellstab liegt mit seinem am Freitag, 13.6.1834, in der Zeitschrift
"Iris im Gebiete der Tonkunst"
veröffentlichten Beitrag die erste Besprechung von Werken Eduard Wilsings vor.
Ludwig Rellstab war Redakteur der Zeitschrift, die im Verlag Trautwein in Berlin herausgegeben wurde.
Er macht darin deutlich, dass ihm von Eduard Wilsing die "Ouverture zum Schauspiel Iphigenie von Goethe, componiert von Fr. Ed. Wilsing (Partitur)", "die schriftliche Partitur einer Messe und zwei Trio's" vorgelegen haben. (Diese wurden ihm von Wilsings Förderer und Kompositionsschüler, dem Garnisonsauditeur Eduard Schröder, von Wesel nach Berlin abkommandiert wurde und dort die Vorbereitungen den Aufenthalt von Wilsing in Berlin besorgte, zur Verfügung gestellt. Schröder hatte auch u.a. August Wilhelm Bach und Karl-Friedrich Rungenhagen auf die Ankunft von Eduard Wilsing "vorbereitet".) Den Beitrag hatte Rellstab bereits vor der Ankunft von Eduard Wilsing in Berlin verfasst. Vor der Veröffentlichung fand jedoch vor dem 10.6.1834 eine persönliche Begegnung statt, so dass Rellstab in einer Fußnote darauf hinwies, dass sich Wilsing seit einigen Tagen in Berlin aufhält.
Wegen der besonderen Bedeutung dieser ersten Besprechung, die Eduard Wilsing auch weitere Türen öffnete, wird hier ausführlicher auf die Kritik eingegangen.
Rellstab schreibt in seiner Kritik u.a.: Eduard Wilsing „hat eine größere Bedeutung für die Kunst. Der Componist derselben ist ein junger, talentvoller, musikalisch sehr gründlich gebildeter Mann, von dem uns ebenfalls in schriftlicher Partitur bereits eine Messe und zwei Trios vorgelegen haben; er lebt zu Wesel, und hat unseres Wissens noch keinen öffentlichen Wirkungskreis erlangen können. Sein Styl ist ernst, es scheint sogar, als fiele es ihm schwer, seinen Gedanken eine gewisse Leichtigkeit und freie Anmuth zu geben, wodurch sich bei dem Hörer bisweilen das Gefühl einer gewissen Unbehülflichkeit in den Wendungen erzeugt. Dagegen finden wir den Sinn für das Edlere in dem jungen Komponisten. So streng und richtig ausgebildet, daß sich uns nirgend ein Verstoß dagegen gezeigt hat. Dabei schreibt er mit Leichtigkeit in strengen Formen, führt seine Stimmen selbstständig, instrumentiert klar, ohne Überladung und doch wirkungsreich. ….“
Rellstab beschrieb den Stil des Werkes als ernst, und betont, Wilsing schreibe mit Leichtigkeit in strengen Formen, „führt seine Stimmen selbständig, instrumentirt klar ohne Ueberladung und doch wirkungsreich.“
Da es schwer sei, sich als junger Mann Anerkennung beim Publikum zu erarbeiten, hielt er es für seine Pflicht, auf dieses in einem entfernten Winkel Deutschlands lebende Talent aufmerksam zu machen.
(Ludwig Rellstab war der Sohn des Musiker und Verlegers Johann Carl Friedrich Rellstab in dessen Fußstapfen er als Musikkritiker trat. Ausbildungen erhielt er durch Bernhard Klein und Ludwig Berger, zudem er für Eduard Wilsing einen Kontakt herstellte. Über Kontakte durch Johanna Schopenhauer und Carl Friedrich Zelter entstand die Bekanntschaft zu Ottilie von Goethe, der Schwiegertochter von Johann Wolfgang von Goethe.
In Weimar lernte er Ludwig von Beethoven kennen, dem er seine Gedichte vorlegte, die später Franz Schubert erreichten. Dieser übernahm zehn davon in dem Zyklus „Schwanengesang“, drei andere getrennt davon. Er prägte auch den Namen „Mondscheinsonate“ für Ludwig van Beethovens Klaviersonate cis-Moll op. 27/2, als er bei einer Bootsfahrt auf dem Vierwaldstättersee an den 1. Satz erinnert wurde.)
22.2. / 22.3.1851
In der Rheinischen Musikzeitung für Kulturfreunde und Künstler wurde in den Ausgaben Nr. 34 und Nr. 38 berichtet:
"Wilsing aus Westfalen, der seit Jahren in Berlin lebt und einer der tüchtigsten musikalischen Grammatiker und Contrapunktisten ist, hat nach dem 129. Psalm im Text der Vougata ein sechzehnstimmiges De profundis mit Orchesterbegleitung componiert. Die musikalische Abtheilung der Akademie der Künste hat ein sehr lobendes Urteil über diese Arbeit abgegeben. Man sieht der Aufführung entgegen."
"Der Musiklehrer und Componist Wilsing hat als Anerkennung für sein Streben um die Förderung der ernsten Musik und für die Composition des 129. Psalms (sechzehnstimmig) die goldene Medaille für Kunst erhalten."
Verantwortlicher Redakteur der im Verlag M. Schloss, Cöln, erschienenen Zeitschrift ist Prof. Ludwig Bischoff
(Musiker, Dichter, Dirigent, Pädagoge / er war auch Leiter des Gymnasiums und Förderer von Eduard Wilsing während seiner Tätigkeit in der Hanse- und Festungsstadt Wesel.)
28.10.1853
Robert Schumann geht in dem vielfach zitierten Artikel
"Neue Bahnen" auch auf den "große Kunst beflissenen geistlichen Tonsetzer C.F. Wilsing" ein, der nicht zu vergessen ist. (Dass er in seinem Haushaltsbuch C.F. notierte und nicht den Vornamen Eduard Wilsing verwendete ist ein Fehler.)
Der Beitrag in der Zeitschrift "Neue Zeitschrift für Musik, verantwortlicher Redakteur Franz Brendel, Verleger Bruno Hinze in Leipzig, Nr. 18.
1854
Robert Schumann verweist erneut auf den "noch wenig bekannten Componisten F.E. Wilsing in der Veröffentlichung:
"Gesammelte Schriften über Musik und Musiker von Robert Schumann, Dritter Band, Leipzig, Georg Wigand's Verlag hin.
Bezogen auf die Sonaten von Eduard Wilsing führt er aus:
"Die ersten von Wilsing sind dem verstorbenen trefflichen L. Berger zugeeignet, der, vielleicht des Componisten Meister, überhaupt nicht ohne Einfluss auf sein Werk gewesen zu sein scheint. Die Sonaten haben schöne Vorzüge und verdienen als das Lob, wie man es jungen strebsamen Musikern aufmunternd so gern zuspricht. Strebe der Componist nun weiter und wage auch einmal einen kühneren Anlauf. ...."
8.4.1857
In der Neuen Berliner Musikzeitung Nr. 15 lobt Ludwig Rellstab den von Eduard Wilsing erstellten Klavierauszug zur Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach. (Seite 117)
Er lobt den Auszug wegen der mit großer Sorgfalt erstellten Vorlage, den Eduard Wilsing mit ausgezeichnetem Fleiß und Gewissenhaftigkeit erstellt hat.
"Um den Auszug aus einem so verwickelten Werk mit der erforderlichen Gründlichkeit zu machen, bedarf es auch eines gründlich gebildeten Musikers; dass H. Wilsing ein solcher ist, hat er durch mehrfache eigene, auf strenges Studium gegründete Compositionen bestätigt. Die vorliegende Arbeit giebt ein neues ehrenvolles Zeugniss für diese Eigenschaft."
Beiträge im Zeitraum 1900 - 1999
1.3.1908
Erste bekannte Veröffentlichung, die auf die Bedeutung von Eduard Wilsing aufmerksam macht:
"Hörde der Geburtsort eines bedeutenden Komponisten"
Titel des Beitrages von Pastor Bartels im "Kirchlichen Anzeiger" vom 1.3.1908 nach Willy Fentsch.
7.10.1909
Im Vorfeld zur Erinnerung daran, dass sich der Geburtstag am 21.10. zum 100. mal jährt, erinnert Dr. Willy Fentsch an Eduard Wilsing in einem Beitrag des "Hörder Volksblattes".
(Dr. Willy Fentsch war Mitarbeiter der Bibliothek Dortmund, Autor und Referent der Volkshochschule Dortmund, später auch Leiter des Stadtarchivs Velbert.)
18.10.1909
Im Hörder Volksblatt vom 18.10. gibt F. Hue unter dem Titel:
"Daniel Friedrich Eduard Wilsing; Zum hundertjährigen Geburtstag des Komponisten (21. Oktober 1809)" eine Übersicht zum Leben und Werk und drückt die Hoffnung aus, dass Wilsings Schaffen bekannter wird:
"Es gab eine Zeit, wo Shakespeare und Bach vergessen, ja verachtet waren, und heute hat sie jeder Gebildete gelesen oder gehört. Vielleicht kommt die Zeit auch einmal, wo es sich die westfälischen Musikvereine zur Ehre anrechnen, ihre Mitglieder mit Wilsings Schaffen bekannt zu machen. Sollten meine Mitteilungen in etwa dazu beigetragen haben, so würde mich das aufrichtig freuen. Ich sehe es stets mit Vergnügen, wenn sich Gleichgesinnte aus demselben klaren Quell laben, der mich so häufig erquickt hat."
Oktober/November 1909
In der Zeitschrift "DIE MUSIK" (Heft 3, 1909/1910, Seite 153ff) wird der Beitrag von
Dr. Willy Fentsch: "Daniel Friedrich Eduard Wilsing - Zu seinem 100. Geburtstag" veröffentlicht.
Dabei handelt es sich um den ersten umfassenden Beitrag, zu dem Fentsch vorbereitend Kontakte zu dem Sohn von Eduard Wilsing, Prof. Dr. Daniel Moritz Johannes Wilsing, in Potsdam und zu dem Vertrauten und Schüler Arnold Ludwig Mendelssohn hatte. Aus einem späteren Schreiben des Sohnes wird deutlich, dass dieser um Rückgabe von Unterlagen bat, die Fentsch für die Erstellung dieses Beitrages verwendet hat.
23.10.1909
Rheinische Musik- und Theater-Zeitung/Allgemeine Zeitung für Musik
Wilhelm Maria (Willy) Fentsch: Daniel Friedrich Eduard Wilsing
(Köln, 23.10.1909, Nr. 43, X. Jahrgang, Seite 561 ff. )
"Willy" Fentsch macht auf den wohl den wenigsten bekannten westfälischen Komponisten Eduard Wilsing aufmerksam und endet:
„Unter seinen Schülern ist der bekannteste Darmstädter Kirchenmusikdirektor Arnold Mendelssohn, welcher für seinen Lehrer und dessen Anerkennung oftmals eintrat und auch 1889 in der Bonner Beethovenhalle den ersten und zweiten Teil des „Jesus Christus“ zur Aufführung brachte.
Möchten recht viele Dirigenten seinem Beispiele folgen und dadurch einen lange Vergessenen uns von neuem schenken!“
1928
In der Veröffentlichung
„Hörde – Ein Heimatbuch für die Stadt und ihre Umgebung von Wilhelm Bockpähler in Verbindung mit einigen Mitarbeitern", erschienen bei Halbach/Hörde ist der Beitrag:
Daniel Friedrich Eduard Wilsing von Dipl. Volkswirt Paul Hagenmeister enthalten.
Neben einer kurzen Beschreibung der Familie, der Werke, deren Würdigung zu seiner Zeit verweist er darauf: "Wilsing war sein ganzes Leben ein einfacher, bescheidener Mensch, der scheu die menschliche Umgebung mied. Bei seinem Tode nahmen selbst die Musikzeitungen keine Notiz von ihm." Erst Wilhelm Maria Fentsch (1809/(1810) sei es zu verdanken, dass er nicht ganz in Vergessenheit geriet.
1.1934
In einem Beitrag von Januar 1934 machte Clemens Birkefeld in einem Beitrag des
Hörder Volksblattes auf den 125. Geburtstag des Hörder Komponisten Eduard Wilsing aufmerksam:
"Zum 125. Geburtstag des berühmten Hörder Komponisten Eduard Wilsing"
9.1935
Als dritter Teil der Reihe
"Bilder aus der Hörder Stadtgeschichte" berichtete Clemens Bikefeld:
"Altes Hörder Pfarrhaus - Geburtshaus des Komponisten Wilsing - Vom Pfarrhaus zur Steuerkasse".
1937
Carlo Schmidl geht in dem dem "Universal Lexikon der Musiker" in italienischer Srpache "Dizionario universale dei musicisti" (Band 2, Mailand, 1937, Seite 704) auch auf Eduard Wilsing ein und wies vor allem auf die beiden Hauptwerke, die Psalmvertonung „De profundis“ und das Oratorium „Jesus Christus“ hin. Im Zusammenhang mit der durch Arnold Mendelssohn erfolgten Aufführung der ersten beiden Teile am 22.6.1889 in der Bonner Beethovenhalle betonte er, dass der Erfolg Eduard Wilsing bewog, seine Tätigkeit „in der Musikwelt“ wieder aufzunehmen, aus der er sich zu früh zurückgezogen hatte.
In der gleichen Veröffentlichung machte er im Zusammenhang mit der Beschreibung von Max Bisping darauf aufmerksam, dass er ein "Freund des brillianten Musikers DF Ed Wilsing" war. Neben der Würdigung der Qualität des Wirkens von Eduard Wilsing wurde durch diesen Hinweis erstmals die bereits seit dem Jahr 1829 bestehende Freundschaft zwischen Bisping und Wilsing bekannt. Bisping, 12 Jahre alt, aus Fröndenberg stammend, war ab 1829 Schüler des Gymnasiums in Wesel, in dem Eduard Wilsing, gefördert durch den Direktor des Gymnasiums, Ludwig Bischoff, bis zur endgültigen Übernahme der Stelle des Organisten an der Hauptkirche in Wesel als Gesangslehrer des Gymnasiums tätig war und auf Vermittlung dessen Vermittlung vermutlich auch als Klavierlehrer von Bisping wirkte, der später vor allem durch seine "Bisping-Klavierschule" bekannt wurde.
In der ebenfalls in dieser Veröffentlichung enthaltenen Beschreibung zu Arnold Mendelssohn wird nur kurz darauf hingewiesen, dass er Musik auch bei "Wilsing" studierte.
Auf die besondere Beziehung zwischen den Arnold Mendelssohn und Eduard Wilsing, der für ihn der bedeutendste Lehrer war, zu dem auch eine verwandtschaftlich-freundschaftlich-vertrauensvolle Zusammenarbeit bestand und der auch seine Psalmvertonung kannte, Musikern empfahl und auch die ersten beiden Teile des Oratoriums "Jesus Christus" am 22.6.1899 in der Beethovenhalle Bonn aufführte, wurde nicht eingegangen.
7./8.11.1959
Bericht der Ruhr-Nachrichten-Dortmund-Hörder Stadtanzeiger
in der Wochenendausgabe am 7./8.11.1959
Ein vergessener Komponist - Daniel Friedrich Eduard Wilsing - ein Sohn Hördes
9.1959
In seinen unveröffentlichten Konzepten zu dem 150. Geburtstag von Eduard Wilsing und zu den Wilsings in Hörde fasst Clemens Birkefeld die ihm zur Würdigung von Eduard Wilsing wesentlich erscheinenden Aspekte zusammen.
24.10.1959
Clemens Birkefeld erinnert an den 150. Geburtstag von Eduard Wilsing mit dem Beitrag in der WAZ und ein gleichlautender vermutlich aus den Ruhr Nachrichten:
"Ein vergessener Komponist aus Hörde, Vor 150 Jahren wurde Daniel Friedrich Eduard Wilsing geboren".
Abschließend appelliert er:
"Eine nachträgliche Würdigung des bedeutendsten Hörder Komponisten sollte man sich in Dortmund - etwas im Rahmen der Kirchenkonzerte des Bachvereins - angelegen sein lassen."
1964
In den Beiträgen zur Rheinischen Musikgeschichte, herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft für rheinische Musikgeschichte, Heft 58, "RHEINISCHE MUSIKER", 3. Folge, Herausgeber Karl Gustav Fellerer, Volk-Verlag Köln, wird eine kurz gefasste Übersicht zu
"Wilsing, Daniel Friedrich Eduard" von Reinhold Sietz
gegeben.
Er stellt abschließend fest:
"Ist das Werk Wilsings auch klein und heute nicht mehr zu erwecken, so zeigt es doch wie Schumann erkannte; "einen zu festen gegründeten Geist, als daß ihm das Urteil der Welt etwas anhaben könnte."
Etliche Aussagen aus diesem Beitrag des Jahres 1964 sind nach aktueller Kenntnis nicht mehr "haltbar". Das gilt z.B. für die Ausführung, durch die festgestellt wird, dass zu dem "Großwerk Wilsings, dem dreiteiligen Oratorium "Christus" ... aus eigener Anschauung nichts mehr gesagt werden (kann), da die Handschrift seit 1945 in der Berliner Staatsbibliothek verschollen ist".
Die Handschrift ist jedoch nicht verschollen und wurde auch schon vor 1945 besprochen.
1980
Der Familienforscher Hermann Hebbel, der mit der Familie "Preller/Wilsing" verwandt war und über Originalunterlagen auch von Eduard Wilsing verfügte verfasste nach umfangreichen Nachforschungen das Buch:
"Die Vorfahren der Philippine Wilh. Sophie Preller, verehel. Wilsing /1786-1835)"
Gedruckt bei: Kirchner & Saul, Hameln 1980.
Diese außerordentliche erste Veröffentlichung gibt einen umfangreichen Überblick über die Geschichte und Stammfolge der Familien. Sie war neben weiteren Materialien, die der Sohn, Wolfgang Hebbel in den Unterlagen seines Vaters fand, eine herausragende Grundlage für die zwischenzeitlich erfolgten weiteren Nachforschungen. Originalunterlagen hatte Hermann Hebbel dem Staatarchiv Preußischer Kulturbesitz überlassen. Dort wurden die Unterlagen inzwischen digitalisiert und stehen damit online zur Verfügung.
Weitere Hinweise auf der Sonderseite.
1981
Der Familienforscher Hermann Hebbel, der mit der Familie "Preller/Wilsing" verwandt war und über Originalunterlagen auch von Eduard Wilsing verfügte verfasste nach umfangreichen Nachforschungen das Buch
"Die Kinder des Pastorenehepaares: Wilsing-Preller aus Hörde (Westf.)"
Eigenverlag Hebbel, 1981
Diese Veröffentlichung enthält unter Einbeziehung u.a. der Veröffentlichungen von Fentsch eine umfangreiche Beschreibung zu den Angehörigen der Familie Wilsing und ausführlich auch gesondert zu Eduard Wilsing.
Weitere Hinweise auf der Sonderseite.
7.12.1993
Gedenkkonzert zum hundertsten Todesjahr des Dortmunder Komponisten
Friedrich Eduard Wilsing mit einer Einführung zum Leben und Werk von Thomas Symnofzik (Köln) und Tatjana Dravenau Klavier (Essen) in der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund
Programmblatt
5./6.6.1997
Dr. Thomas Synofzik hält im Rahmen des Schumann-Symposiums 1997 den Vortrag
DEF Wilsings "De profundis". Dabei stellt er die Psalmvertonung für 4 Chöre und Orchester im Zusammenhang mit der Bedeutung des aus Hörde stammenden Komponisten vor.
Auf die Bedeutung, die auch Schumann Wilsing zuteil werden ließ, ging er eingangs ein:
"Unter den Komponisten, die Schumann in der Fußzeile seines Brahms-Aufsatzes 1853 als "hochaufstrebende Künstler der jüngeren Zeit" aufzählt nimmt Friedrich Eduard Wilsing gleich in mehrfacher Weise eine Sonderstellung ein: Jahrgang 1809, ist Wilsing der mit Abstand älteste der von Schumann genannten Komponisten, ein dreiviertel Jahr älter als Schumann selbst. Schumann nennt ihn dabei in einem Atemzug mit Joachim, Ernst Naumann, Normann, Bargiel, Kirchner, Schäffer und Dietrich, geboren zwischen 1823 und 1832, nicht etwa in der Gruppe der älteren "rüstig schreitenden Vorboten" Gade, Mangold, Franz und Heller. Allein der Name Wilsings wird von Schumann mit zusätzlichen Attributen versehen ("... des tiefsinnigen, großen Kunst beflissenden geistlichen Tonsetzers ...") anstelle eines Vornamens nennt Schumann nur Initialien und zwar hier - wie auch im Haushaltsbuch anläßlich seiner einzigen Begegnung mit Wilsing am 6. September 1853 - irrtümlich "C.F.", Wilsing Rufname war jedoch Eduard. Und schließlich ist Wilsing der einziger dieser Komponisten, von dem Schumann bereits während seiner Redakteurstätigkeit mehrfach Werke besprochen hatte.
Schumann frühe Wilsing-Kritiken sind in ihrer wohlmeinenden Objektivität kleine Meisterstücke seiner alltäglichen Kritikertätigkeit. ..... "Er hat es gefunden. Ein "De profundis" für vierfachen Chor mit Orchester, in diesem Jahr erschienen, gehört zu den größten und gewaltigsten Meisterwerken, die unsere Zeit hervorgebracht."
Beiträge im Zeitraum 2000 -
2002
Unter dem Titel
»… fruchtbares Streben verratend. Friedrich Eduard Wilsing in der Kritik Robert Schumanns«,
wird der Beitrag von Dr. Thomas Synofzik veröffentlicht, den er auf dem Schumann-Symposium 1997 gehalten hat. Veröffentlicht in: »Neue Bahnen«: Robert Schumann und seine musikalischen Zeitgenossen; Bericht über das 6. Internationale Schumann-Symposion am 5. und 6. Juni 1997 im Rahmen des 6. Schumann-Symposiums, Düsseldorf (= Schumann Forschungen, 7), hrsg. von Bernhard R. Appel, Mainz u. a. 2002, S. 243–258, ab. S. 243.
4.2.2009
Über das Interesse von Sascha Hillgris wird in den Ruhr Nachrichtgen berichtet, sowohl die Violinsonate als auch das Oratorium "Jesus Christus" aufführen zu wollen.
In der Beschreibung zum Werk und Leben von Eduard Wilsing, wird u.a. unter Bezug auf "Krigar", ein Freund von Eduard Wilsing, berichtet, dass er sich sogar genauesten Bekannten gänzlich verschließt und er am Endes seines Lebens fast alle persönliche Unterlagen verbrannt habe und seine Werke weitgehend unbekannt geblieben sind. Es werden 8 bekannte Werke aufgelistet.
Anmerkung: Es hat sich inzwischen herausgestellt, dass es keinen Nachweis darüber gibt, dass Eduard Wilsing persönliche Unterlagen verbrannt hat. Sein Erbe hat sein Sohn pfleglich zusammengehalten. Es ist jedoch nach dessen Tod und spätestens durch Kriegseinwirkungen 1945 in Potsdam vernichtet worden.
Entgegen der Aussage, dass Arbeiten von ihm unbekannt geblieben sind, konnten inzwischen über 100 identifiziert und tatsächlich über 70 als Reproduktionen aus Archiven und Bibliotheken in Europa zusammengetragen werden. Auch konnten Originalausgaben von Erstveröffentlichungen zusammengetragen werden.
Inzwischen wurden auch alle Klavierwerke einzeln und in einem Sammelband neu herausgegeben und auch seine Sinfonie D-Dur erfuhr im Jahr 2023 eine Erstausgabe. Darüber sind Chorwerke und Lieder im Verlag Dohr veröffentlicht worden.
Im übrigen war Krigar kein Schüler von Schumann, er hatte lediglich zu der Zeit, als Schumann am Leipziger Conservatorium als Lehrer tätig war, dort studiert. Zudem hatte er mit der häufig zitierte Formulierung Robert Schumann - auch aus Eigeninteresse - neugierig machen wollen.
Oktober 2009
Willi Garth veröffentlicht die in der Schriftenreihe des des StadtbezirksMarketing Dortmund-Hörde herausgegebene Schrift:
Zum 200. Geburtstag des Hörder Komponisten Daniel Friedrich Eduard Wilsing
mit einer umfangreichen Beschreibung, der Einbeziehung von Dokumenten, Abbildungen und Tuschezeichnungen.
(Heft 3 - 2009, Deckblatt der Veröffentlichung)
7.6.2016
Bericht der Ruhr Nachrichten im Zusammenhang mit der am 11.6.2016 mit großer Unterstützung der Reinoldigilde ermöglichten Aufführung der Psalmvertonung "De profundis" im Konzerthaus Dortmund.
20.12.2016
Bericht der Ruhr Nachrichten über die Bereitstellung der Kopien von Klavierwerken Wilsings durch die Ururgroßnichte Ulrike Wilson, die nach der Aufführung der Psalmvertonung "De profundis" am 11.6.2016 auf die Bemühungen in Dortmund aufmerksam wurde, dem Leben und Werk von Eduard Wilsing wieder mehr Beachtung zu schenken.
27.10.2017
Bericht der Ruhr Nachrichten über die erstmalige Einbeziehung von Klavierwerken Eduard Wilsings in den Westfälischen van Bremen Klavierwettbewerb.
Dies war möglich, nachdem die Ururgroßnichte Ulrike Wilson, geb. Wilsing, Kopien ihrer Sonatensammlung dem Hörder Heimatforscher Willi Garth zur Verfügung gestellt hatte und durch den Verfasser für eine Einbeziehung in den Wettbewerb gesorgt wurde.
2021
Im Geleitwort zur Neuherausgabe der Klavierwerke von Daniel Friedrich Eduard Wilsing gibt Reiner M. Klaas einen Überblick auf das Leben und Werk und weist auf die verschiedenen Bemühungen hin, den Hörder Komponisten wieder bekannter zu machen.
Ausführlich geht auch der Herausgeber Guido Johannes Joerg im Nachwort der Veröffentlichung auf den Werdegang Wilsing ein und beschreibt dessen Klavierwerke sowie die dazu erfolgten Reaktionen.
Weitergehende Informationen im Verlag Dohr
2022
Im Nachwort und einem Kritischen Bericht zu der musikkritischen Erstausgabe der Sinfonie (Sinfonie D-Dur) von Daniel Friedrich Eduard Wilsing geht der Herausgeber, Guido Johannes Joerg auf den Komponisten, die Besonderheiten des Werkes und die Aspekte ein, die bei der Erstherausgabe des am 3.3.1841 uraufgeführten Werkes beachtet wurden.
Weitergehende Informationen im Verlag Dohr
22.10.2022
Im Zusammenhang mit der vor allem durch das StadtbezirksMarketing geförderten Veranstaltungsreiche konnte das erste Konzert unter dem Titel:
Beethoven und Wilsing – in musikalischer Verwandtschaft!
stattfinden. Darüber berichteten die Ruhr Nachrichten in einem Vorbericht und einer Konzertbesprechung am 10. und 22.10.2022.
14.1.2023
Über die erfolgreichen Bemühungen, aufbauend auf bisherigen Arbeiten, weitergehende Informationen und Dokumente zum Leben, Wirken und zur Bedeutung von Eduard Wilsing zu erfahren, wird in dem Beitrag der Ruhr Nachrichten berichtet. Beteiligt sind Jochen Deschner, Ulrich Spangenberg, Gerhard Stranz. Die Information ist auch eine Ankündigung zu der Konzertreihe, bei der aufgefundene Werke in einer kleinen Reihe im Hörder Bürgersaal aufgeführt werden.
19.2.2023
Im Zusammenhang mit der 2. Veranstaltung in der Reihe:
Wilsing-Klassik-Konzert – Musik für ALLE!
„Wilsing verbindet!“ wurde ein musikalischer Blumenstrauß mit Werken von
Wilsing – Mozart – Wieck – Schumann – Mendelssohn Hensel – Bach
von Pia Buchert, Mezzosopran, und Tatjana Dravenau, Klavier, aufgefächert.
Dr. Thomas Synofzik wies auf die Bedeutung von Eduard Wilsing in einer Einführung hin.
Eine Konzertbesprechung wurde in den Ruhr Nachrichten am 21.2.2023 veröffentlicht.
3.3.2023
Im Rahmen der Vorstellung der Erstausgabe der Sinfonie D-Dur in der Gesellschaft Casino Dortmund geht der Herausgeber Guido Johannes Joerg auf die Arbeiten im Zusammenhang mit der Erstherausgabe der 1832 von Eduard Wilsing fertig gestellten Handschrift des Werkes ein.
14.5.2023
Die Wilsing-Klassik-Konzert-Reihe – Musik für ALLE unter dem Titel „Wilsing-Klassik mit Genuss!“ bot mit der Aufführung der von Eduard Wilsing erstellten Bearbeitung der 8. Sinfonie Ludwig van Beethoven für 4 Hände einen musikalischen Genuss, der durch ein
„Wilsing-Menü“ im Restaurant des Cabaret Queue ergänzt wurde. Dieses Menü entsprach im Grundsatz dem, was bei Saisoneröffnungskonzerten des Liebhaber Concerts, in dem Eduard Wilsing mitgewirkt hatte, angeboten wurde. In der gemeinsamen Veranstaltung mit den Dortmunder Philharmonikern wirkten mit: Tatiana Prushinskaya und Karsten Scholz, Solorepetitorin bzw. Solorepetitor. Die Ruhr Nachrichten berichteten am 16.5.2023.
4.8.2023
Im Rahmen der jährlichen Veranstaltungsreihe "Orgelsommer in der Propsteikirche" führte der Kreiskirchenmusiker und Organist Simon Daubhäußer aus Wilsings Studien zur Musiktheorie die in der Anlage beigefügten Beispiele erstmals auf. Die Choral-Beispiele sind Bestandteil einer 500seitigen Handschrift Wilsings, die vom 24jährigen Eduard Wilsing im Jahr 1832 in Wesel aufgezeichnet wurden. Die Ruhr Nachrichten berichteten am 2. und 9.8.2023.
10.9.2024
Die Rheinische Post Wesel berichtet über die am 15.9.2024 in Konzerthaus Dortmund vorgesehene Aufführung der Sinfonie D-Dur. Dieses Werke hatte Eduard Wilsing während seiner Tätigkeit in der Hanse- und Festungsstadt Wesel 1832 fertig gestellt.
15.9.2024
Berichterstattungen im Zusammenhang mit der Aufführung der Sinfonie D-Dur.
13.7.2024 Bericht der RN zu den Proben und der Aufführung durch das Dortmunder Jugendsinfonierorchester - DOJO - DORTMUND MUSIK
19.9.2024 Bericht der RN über die Aufführung am 15.9.2024
22.6.2025
Die kommentierte Chronologie zum Leben und Wirken von
Daniel Friedrich Eduard Wilsing
und seiner Bedeutung im Zusammenhang mit Bach – Mendelssohn Bartholdy und der Musikgeschichte
Herausgeber: Gerhard Stand
wird im LIT Verlag veröffentlicht.
Weitere Informationen auf der Seite "Veröffentlichungen".